Die Jugend hat sooo nen Hals!



Sie tragen Schwarz, schwenken gelbe Schilder (Bildungsstreik-Farben), skandieren Parolen wie „Eins, zwei, drei, vier – die Zukunft übernehmen wir!“ oder „Miese Krise, Scheiß-System – die Jugend wird jetzt unbequem!“.

Über 6000 junge Metaller aus ganz Deutschland demonstrierten auf dem Opernplatz für einen Richtungswechsel von Politik und Wirtschaft, legten in weiten Teilen der Stadt den Verkehr lahm.

Es war der Auftakt zum zentralen Aktionstag der IG Metall „Gemeinsam für ein Gutes Leben“. Und Höhepunkt der bundesweiten Jugendkampagne „Operation Übernahme“.

„Das hier ist erst der Anfang“, schreit Bundesjugendsekretär Eric Leiderer der Masse zu. „Nehmt Eure Zukunft in die eigene Hand.“ Der Metall-Rebell warnt vor einem politischen Rechtsruck, fordert freien Zugang zu Bildung und Ausbildung, faire Arbeitsbedingungen und gerechte Zukunftsperspektiven.

„Diese Jugend lehnt sich auf. Und wir werden gemeinsam daran arbeiten, dass es immer mehr werden, die auf die Straße gehen“, so Leiderer.

Aus den Boxen dröhnen Hip-Hop-Beats. Tausende halten Aktionsbanner in die Luft: „Übernahme nach der Ausbildung“, „Geld für ein neues Auto“, „Bezahlbare Bildung“.

Es gab aber auch einen bitteren Beigeschmack: Am Kaiserplatz, rund um den Frankfurter Hof und die Commerzbank sind die Straßen mit Farbe beschmiert, die selbst dem Regen trotzt. Der Brunnen am Kaiserplatz ist mit Waschpulver aufgeschäumt. Und wer macht den Dreck weg?

„Das war eine andere Kundgebung vom IG Metall Bezirk Frankfurt“, so Eric Leiderer. Nachfrage dort: „Das ist Sprühkreide, keine Farbe. Die wäscht sich beim richtigen Regen weg. Wir betreiben doch keine Sachbeschädigung“, verspricht Claudia Büchling





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